Stell dir vor: Du hast dir endlich eine anständige Kappsäge gegönnt. Metabo, Bosch, Makita – egal. Du hast gespart, recherchiert, Bewertungen gelesen. Jetzt liegt das neue Laminat für den Flur auf dem Bock, du ziehst den ersten Schnitt durch – und schaust danach auf eine Kante, die aussieht, als hätte ein Biber daran genagt.
Ausgerissen, fransig, komplett unbrauchbar.
Dein erster Gedanke: Die Säge taugt nichts. Retoure?
Stopp. Die Säge ist völlig in Ordnung. Das Problem steckt auf der Welle – und ist schneller gelöst, als du denkst.
Was hier passiert ist, nenne ich das Standardblatt-Syndrom. Und fast jeder tritt genau einmal in diese Falle.
Die Hersteller legen ihren Sägen ein Blatt bei – meistens mit 24 bis 48 Zähnen, grob, schnell, günstig. Das Ding ist kein Schwindel, es hat nur einen ganz anderen Job: Dachlatten ablängen im Garten, Bauholz grob kürzen, schnelles Werkstattschroten. Da macht es seinen Job sogar ordentlich.
Aber Laminat? Beschichtete MDF-Platten? Feine Leisten mit empfindlicher Oberfläche? Das grobe Allrounderblatt reißt da nicht – es hackt. Die Zähne schlagen raus, was sie nicht schneiden können. Und du zahlst am Ende den Preis: mit Material, das du wegschmeißen kannst.
Die Hersteller tun das übrigens nicht aus Boshaftigkeit. Eine Kappsäge wird für den Massenmarkt verkauft. Der eine Käufer schleppt sie auf die Baustelle und zersägt Latten im Akkord. Der andere will Parkett verlegen. Mit einem einzigen Blatt kannst du nicht beiden gerecht werden – also legen sie das günstigere, robustere bei und kalkulieren den Rest weg.
Dein Job: das Blatt tauschen, bevor du anfängst zu fluchen.
Die gute Nachricht: Für einen Bruchteil des Sägenpreises holst du mit dem richtigen Blatt das volle Präzisions-Potenzial aus deiner Maschine heraus. Saubere, gratfreie Kanten an Laminat, MDF und beschichteten Platten – ohne Nacharbeiten, ohne Schleifpapier, ohne Pfusch.
Was "das richtige Blatt" konkret bedeutet – also welche Zähnezahl, welche Zahngeometrie und welcher Durchmesser für welches Material passt – das zeige ich dir hier.
HM-Sägeblatter-Set für Holz (Bauholz, Holz mit Nägeln, weichem Holz, Verbundmaterialien sowie Schalhaut) bestehend aus 2 Blättern DT1956 und 1 Blatt DT1957
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Falkenwald: Bestseller Sägeblätter vom Spezialisten
Als echter Sägeblatt-Spezialist bietet Falkenwald eine enorme Auswahl an Sägeblättern in allen gängigen Größen – perfekt passend für alle bekannten Maschinenmarken. Entdecke hier das vielseitige Allround-Sägeblatt „Multi“ in der passenden Dimension für dein Projekt:
CV-Sägeblätter (CV = Chrom Vanadium) sind die einfachen Sägeblätter. Hier besteht der Sägeblattkörper aus dem selben Material (Stahl) wie auch die Zähne. Das macht sie in der Herstellung nicht sonderlich aufwendig, weshalb sie in aller Regel günstiger sind, als die HM-Sägeblätter. Sie eignen sich für weichere Materialien wie Holz, Holzfaserplatten und Kunststoffe. Für präzise Zuschnitte empfehlen wir ebenso lieber ein HM-Sägeblatt für die Kappsäge.
HM-Sägeblätter (HM = Hartmetall) sind auch unter der Bezeichnung HW-Sägeblätter (Hartmetall-Werkstoff) bekannt. Bei ihnen besteht der Sägeblattkörper und die Zähne aus verschiedenen Materialien. Der Körper in aller Regel aus Stahl und die Zähne aus einem aufgelöteten Hartmetall-Werkstoff. Das macht die Sägeblätter besonders „standfest“, widerstandsfähig und langlebiger als CV-Sägeblätter. Damit kann man auch Hartholz oder Holz mit Nägeln sowie mit dem passendem Sägeblatt auch Aluminium und bestimmte Metalle schneiden.
Unser Tipp: Für die Kappsäge immer ein HM-Sägeblatt kaufen.
Durchmesser und Bohrung
Natürlich sollen der Durchmesser und auch die Bohrung des Sägeblattes zur Kappsäge passen. Größere Sägeblätter sind ohnehin nicht möglich und bei kleineren Sägeblättern als vorgegeben, könnte die Sicherheit nicht mehr maximal gewährleistet sein. Zudem würde man einen Teil der eigentlichen Schnittleistung mit einem kleineren Sägeblatt verschenken. Die gängigste Bohrungsgröße beträgt 30 mm, wobei es bei manchen vor allem kleineren Sägen auch 20 mm sein können. Beim Durchmesser gibt es mehrere verschiedene Kappsägen - und somit Sägeblattgrößen.
Welche Unterschiede gibt es bei den Zähnen?
Bei den Zähnen unterscheidet man zunächst auch das Material des Sägeblatts, Chrom Vanadium / Chrom Stahl (CV/CS) oder Hartmetall.
Was es sonst bei den Sägeblattzähnen zu beachten gibt, erläutern wir nachfolgend mit grafischer Unterstützung:
Der Spanraum des Sägeblatts
Der Spanraum ist der Zwischenraum zwischen 2 Zähnen.
Trennt man Holz bspw. entlang der Holzfaser auf (sägt also mit der Holzfaser) empfiehlt sich immer ein Sägeblatt mit großen, wenigen Zähnen und damit auch großen Spanräumen. Hier entsteht nämlich viel und langer Span, der das Sägeblatt sehr schnell zusetzen kann. Passiert das, erhitzt sich das Sägeblatt und ist im schlimmsten Fall unbrauchbar.
Bei Kappsägen ist dies aber eher unwichtig, da man in aller Regel entgegen der Holzfaser schneidet. Es empfiehlt sich dann immer ein Sägeblatt mit mehreren, jedoch kleineren Zähnen, da die Schnittkante so ausrissarm bis ausrissfrei bleibt.
Der Spanwinkel des Sägeblatts
Ein weiterer Unterschied ist der Spanwinkel. Es gibt negative und positive Spanwinkel. Bei Holzsägeblättern ist der Spanwinkel immer positiv und die Zähne somit nach vorn geneigt. Das hat zur Folge, dass sich das Sägeblatt quasi von selbst in das Werkstück „frisst“ und vom Anwender nur wenig Kraft benötigt wird. Der Sägefortschritt geht hier schnell. Bei einem stark positiven Spanwinkel nimmt allerdings auch der Ausriss an der Schnittkante zu.
Ist der Spanwinkel hingegen leicht negativ, trennt der Zahn des Sägeblattes das Werkstück in einem sehr flachen Winkel. Dies findet man häufig bei Metall-Sägeblättern.
Grobzahn, Universal oder Feinzahn?
Grundsätzlich kann man zwischen 3 Zahnformen unterscheiden: Grobzahn, Universalzahn und Feinzahn.
Grobzahn: Für schnelles und grobes Sägen. Ideal zum Auftrennen von Massivholz (entlang der Holzfaser). Für Kappsägen untypisch/ungeeignet.
Universalzahn: Dies liegt dem Lieferumfang beim Kauf einer Kappsäge in aller Regel bei. Es eignet sich für alle Holzwerkstoffe u.Ä. Der Ausriss ist meist gering.
Feinzahn: Für besonders aurissarme – ausrissfreie Zuschnitte. Stets entgegen der Holzfaser. Auch für beschichte und furnierte Werkstoffe geeignet.
FTG, ATB, ATBR, TCG: Bedeutung bei Sägeblätter
Es gibt zudem vier gängige Unterscheidungsarten und Bezeichnungen betreffend der Zahnung von Sägeblättern, die durch die Form oder den Schliff ihrer Zähne bestimmt werden.
FTG für Flachzahn-Sägeblätter (FTG = Flat Top Grind)
ATB für Wechselzahn-Sägeblätter (ATB = Alternate Top Bevel)
ATBR für Kombinations-Sägeblätter (ATBR = Alternate Top Bevel+ Raker )
TCG für Dreiblatt-Sägeblätter (TCG = Triple Chip Grind)
FTG-Blätter haben Zähne, deren obere Kanten rechtwinklig zur Sägeplatte sind. Diese Zähne greifen das Holz ähnlich wie ein Meißel, der die Enden einer Zapfenverbindung herausschlägt, an. Sie schneiden schnell und sind langlebig, produzieren jedoch keine saubere Oberfläche. Sie sind zum Schneiden entlang der Maserung konzipiert.
Die Zähne von ATB-Sägeblättern sind über die obere Kante geneigt, wobei jeder zweite Zahn in die entgegengesetzte Richtung „geneigt“ ist. Die Form des Zahns verursacht eine saubere Schneidbewegung, bei der die Holzfasern geschert werden. Je steiler der Fasenwinkel, desto sauberer schneiden die Zähne, aber desto schneller werden sie stumpf. Die meisten 40-Zahn-ATB-Sägeblätter werden als „Allzweck“-Blätter beworben.
ATBR-Sägeblätter sind Kombinationsblätter und bestehen aus Zähnen, die in Sätzen zu jeweils fünf angeordnet sind, mit vier ATB-Zähnen gefolgt von einem Rakerzahn (daher die ATBR-Bezeichnung). Die ATB-Zähne sind sauber geschnitten, während die Rakerzähne beim Sägen helfen. Kombinationsblätter gelten auch als „Allzweck“-Blätter.
Die Zähne eines TCG-Blattes wechseln zwischen einem Rakerzahn und einem abgeschrägten Zahn. Der abgeschrägte Zahn raut den Schnitt auf, während der folgende FTG-Zahn ihn sauber macht. Diese Zahnanordnung ist für das Sägen von dichten Materialien wie Kunststofflaminat, festen Oberflächenmaterialien wie Corian und Nichteisenmetallen wie Messing und Aluminium vorgesehen. Spitzende ATB-Zähne würden von diesem Material schnell stumpf werden.
Welches Sägeblatt ist für meine Kappsäge nun das Richtige?
Grundlegend gilt: Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Sägeblatt ist man häufig gut bedient. Zumindest gilt dies für verschiedene Holzwerkstoffe. Für andere Materialien, wie Aluminium, Laminat, PVC oder Kunststoffe gibt es entweder spezialisierte Sägeblätter oder Multi Sägeblätter für universellen Einsatz. Für besonders ausrissarme – ausrissfreie Zuschnitte oder beschichtete/furnierte Werkstoffe empfiehlt sich ein Feinzahnsägeblatt.
Faustregel: Umso mehr Zähne, desto sauberer der Zuschnitt. Beim Sägeblatt sollte man prinzipiell nicht sparen und lieber ein paar Euro mehr ausgeben.
Fragen und Antworten Kappsägen Sägeblätter
Wie reinige ich ein Sägeblatt?
Für die effektive Reinigung der Sägeblätter benötigst du lediglich einen Deckel eines alten Farbeimers, eine Drahtbürste und etwas Verdünnung. Nachdem das Sägeblatt demontiert wurde, wird es auf den Deckel platziert, mit Verdünnung behandelt und mit der Drahtbürste gereinigt.
Antwort: Alternativ zur Verdünnung kann auch Backofenspray zur Reinigung der Sägeblätter verwendet werden. Nach dem Einwirken des Sprays wird der Schmutz mit einer Bürste entfernt und das Sägeblatt gründlich abgespült. Es ist wichtig, beim Gebrauch des Backofenreinigers die Sicherheitshinweise zu beachten und für ausreichende Belüftung zu sorgen.
Danach sollte das Sägeblatt noch geölt werden.
Welches Öl eignet sich zur Pflege des Sägeblatts?
Zur Pflege des Sägeblatts nach der Reinigung können Universalöl oder Kamelienöl verwendet werden, um Rost zu vermeiden.
Wofür stehen die Abkürzung HM und CV bei Sägeblättern?
Die Abkürzung HM steht für Hartmetall und wird verwendet, um Sägeblätter zu kennzeichnen, die mit Hartmetallzähnen ausgestattet sind. Hartmetall ist ein extrem hartes Material, das eine lange Lebensdauer und hohe Schnittleistung bietet. Für Kappsägen sind HM-Sägeblätter zu bevorzugen. Anstatt HM wird oft auch HW als Abkürzung verwendet. Dies ist dasselbe und steht für Hartmetallwerkstoff.
Die Abkürzung CV steht für Chrom-Vanadium-Stahl und wird verwendet, um Sägeblätter aus diesem speziellen Stahl zu kennzeichnen. Es eignet sich für die Bearbeitung in weicheren Materialien wie Holz, Holzfaserplatten und Kunststoffen. Das Stammblatt und die Zähne bestehen hier aus den gleichen Materialien.
Wieviele Zähne haben Grobzahn, Universalzahn und Feinzahn?
Grobzahn Ein Grobzahn-Kreissägeblatt verfügt über nur eine geringe Anzahl an Zähnen, typischerweise 18 oder 24 bei einem Durchmesser von 216 mm. Diese Sägeblätter sind in der Regel nicht für Kappsägen geeignet, sondern werden hauptsächlich in Tischkreissägen verwendet, um Massivholz entlang der Faserrichtung zu schneiden.
Universalzahn Die meisten Kappsägen werden mit einem Universalzahn-Sägeblatt geliefert, das etwa 36 bis 48 Zähne bei einem Durchmesser von 216 mm aufweist. Diese Sägeblätter sind vielseitig einsetzbar und können für Holz, Faserplatten oder Holzverbundwerkstoffe verwendet werden. Allerdings können die Schnittergebnisse manchmal grob sein und es besteht die Gefahr von Materialausrisse.
Feinzahn Ein Feinzahn-Sägeblatt hat bei einem Durchmesser von 216 mm in der Regel zwischen 60 und 72 Zähnen. Diese feinen Sägeblätter eignen sich ideal für präzise Schnitte, beispielsweise bei Fußleisten, Bilderrahmen oder Fußbodenbelägen. Aufgrund der hohen Anzahl von Zähnen sind diese Sägeblätter jedoch in der Regel teurer als andere Varianten.
Welchen Vorteil bieten mehr Zähne beim Sägeblatt?
Generell lässt sich sagen, dass die Qualität des Schnitts und der Bearbeitung mit zunehmender Anzahl der Sägeblattzähne steigt. Ein Sägeblatt mit mehr Zähnen ermöglicht in der Regel feinere und präzisere Schnitte. Wenn hingegen ein schnellerer und groberer Schnitt gewünscht wird, ist ein Sägeblatt mit weniger Zähnen besser geeignet. Insbesondere bei der Bearbeitung von verschiedenen Materialien wie Holz oder Metall kann die Wahl der richtigen Anzahl von Zähnen entscheidend für das Ergebnis sein. Bei Alu, Metall oder auch beim exakten Schneiden von Laminatpaneelen müssen es auf jeden Fall mehr Zähne sein, als bei einem groben Holzschnitt.
Kann ich mit einer Kappsäge NE-Metalle zuschneiden?
Einige Modelle eignen sich tatsächlich für den Zuschnitt von NE-Metallen, wie z.B. Aluminium etc. (am besten bei den Top-Kappsägen mit den besten Leistungsdaten orientieren). Grundsätzlich sollte man hier aber besonders vorsichtig und „zaghaft“ vorgehen und den Sägekopf sehr langsam absenken, um einen Kickback o.Ä. zu vermeiden. Die Verwendung eines entsprechenden Sägeblattes für NE-Metalle (Aluminium) ist zudem ebenfalls unabdingbar.
Wer Metalle (z.B. Stahl) mit einer herkömmlichen Kappsäge bearbeiten möchte, sollte auf eine entsprechende Eignung und das passende Sägeblatt achten. Als Alternative hierfür gibt es auch spezielle Kappsägen für Metall, die so genannten Metallkappsägen/Kaltkreissägen.
Was bedeutet der negative Spanwinkel bei Sägeblätter für Kappsägen?
Hartmetall-Sägeblätter mit negativem Wechselzahn (Spanwinkel negativ) eignen sich speziell für den Einsatz an Kappsägen und Gehrungssägen. Dies bedeutet, dass die Schneide des Zahns nicht nach vorne, sondern leicht nach hinten geneigt ist. Der negative Spanwinkel verhindert ein ungewolltes Eintauchen des Blattes ins Material, was zu mehr Sicherheit und besserer Kontrolle während des Sägens führt.
Negative Wechselzähne eignen sich prima für präszise Querschnitte in verschiedenen Materialien wie Weich- und Hartholz, beschichtete Platten, Profile, Leisten, PVC und Alu.
Kann man ein kleineres Sägeblatt verwenden?
Es ist möglich, Sägeblätter mit kleineren Durchmessern zu verwenden, jedoch kann die Schnittbreite dadurch leicht beeinträchtigt werden. Zum Beispiel ist für die Makita MLS100N ein Sägeblatt mit einem angegebenen Durchmesser von 255 mm möglich, was als Maximalwert betrachtet wird. Gängigere Größen wie 254 mm oder 250 mm sind jedoch ebenso geeignet. Wichtig ist, dass die Bohrung des Sägeblattes (Loch in der Mitte) zur Aufnahme der Maschine passt. In der Regel beträgt die Bohrung bei Kappsägen 30 mm, obwohl es einige Modelle mit abweichenden Bohrungen gibt.
Es ist daher ratsam, vor dem Kauf eines neuen Sägeblattes die passende Bohrungsgröße zu überprüfen, um sicherzustellen, dass es mit Ihrer Kappsäge kompatibel ist.
Empfehlenswert ist jedoch aus Sicherheitsgründen und auch um die maximale Leistung zu erzielen, das passende Sägeblatt zu verwenden!