Akku Kappsägen Vorteile und Nachteile + Vergleich

Akkubetriebene Kappsägen gehören zu den Elektrowerkzeugen, die im Sortiment von Hobbyhandwerkern früher oder später ganz sicher einen Platz einnehmen. Kappsägen mit Netzbetrieb sind neben Akku-Kappsägen aber nach wie vor hoch im Kurs. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Käufer noch erhebliche Vorurteile gegenüber akkubetriebenen Werkzeugen haben und deshalb automatisch zur Variante mit Kabel und Stecker greifen.

Es dauert wohl noch, bis sich flächendeckend die Erkenntnis durchsetzt, dass akkubetriebene Werkzeuge im Allgemeinen und akkubetriebene Kappsägen im Speziellen mittlerweile sehr hochwertig sind. Profis nutzen sie sogar gewerblich und sind sehr zufrieden. Wie bei vielen anderen Sachen, ist die Frage der Qualität entscheidend und nicht die Art des Antriebs an sich. Damit du die Entscheidung für oder gegen eine Akku-Kappsäge vernünftig treffen kannst, brauchst du die passenden Infos. Wir verraten dir, welche Vor- und Nachteile akkubetriebene Kappsägen haben, worauf du bei den Akkus achten musst und welche Kriterien generell für den Kauf einer Kappsäge wichtig sind.

Vor- und Nachteile akkubetriebener Kappsägen

Kappsägen werden normalerweise während der Arbeit an einem Projekt nicht mehr bewegt. Ist also einmal ein geeigneter Standort gefunden, werden die Sägearbeiten von dort aus erledigt und die fertigen Sägestücke dann verarbeitet. Welche Vorteile kann der Akkubetrieb einer Kappsäge also groß haben? Zugegebenermaßen kommt es ein wenig auf das Projekt an, wie stark sich die Vorteile von akkubetriebenen Kappsägen auszahlen, aber dass es gute Gründe für eine Akku-Kappsäge gibt, ist nicht von der Hand zu weisen.

Mit kabellosen Modellen kann sofort losgelegt werden, ohne dass ein Kabel entwirrt werden oder eine Steckdose gesucht werden muss. Akkubetriebene Kappsägen bieten Handwerkern einen uneingeschränkten Aktionsradius und einen flexiblen Einsatz. Das Gerät kann überall dort genutzt werden, wo sich eine ausreichend große Stellfläche bietet. Im Gegensatz zu den ersten Generationen stehen die heutigen Modelle den netzbetriebenen Varianten in nichts mehr nach. Es gibt nicht nur unzählige Varianten, sodass sich für jedes Projekt eine passende Säge finden lässt – aktuelle Akku-Kappsägen sind auch robust und ausdauernd konzipiert.

Zwei kleine Nachteile haben akkubetriebene Geräte aber gegenüber netzbetriebenen Modellen. Wir finden allerdings nicht, dass sie stark ins Gewicht fallen. Zuerst einmal ist der Anschaffungspreis meistens etwas höher. Das liegt vor allem daran, dass Akkus und Ladegeräte nicht im Lieferumfang enthalten sind. Die meisten Hersteller haben mittlerweile kompatible Akkusysteme, sodass die Akkus in alle Werkzeuge passen und untereinander getauscht werden können. Obwohl die Akkus mittlerweile einen arbeitsreichen Tag problemlos mitmachen, liegt der zweite Nachteil auf der Hand. Sind die Akkus leer und es gibt keine vollen zum Wechseln, steht die Kappsäge still.

Vorteile:

  • kabelloses Arbeiten
  • keine Steckdose nötig (so lange die Akkukapazität reicht)
  • Einsatzort grundsätzlich überall bei ausreichender Stellfläche möglich
  • Akku-Kappsägen inzwischen auf gleichem Qualitätslevel als kabelgebundene Sägen
  • Akkus inzwischen sehr langlebig
  • Akkus mit anderen Elektrowerkzeugen kompatibel

Nachteile:

  • meist etwas höherer Anschaffungspreis aufgrund Akkubedarf (dafür mit weiteren Elektrogeräten kompatibel und somit nur einmaliger Bedarf)
  • sind die Akkus mal leer, muss zunächst aufgeladen werden

Akkus entscheiden über die Qualität der Säge

Vorausgesetzt, die Kappsäge hat an sich eine gute Qualität, steht und fällt das Sägeerlebnis mit der Qualität der verwendeten Akkus. Schwere und unhandliche Akkus aus Nickel-Metallhydrid sind schon lange nicht mehr Stand der Technik. Alle Hersteller, die akkubetriebene Kappsägen vertreiben, setzen mittlerweile auf leichte und kompakte Lithium-Ionen-Akkus mit schneller Ladedauer. Im Hobbybereich haben sich Akkus mit 18 V durchgesetzt, für die gewerbliche Nutzung gibt es Modelle mit 36 V, bei denen zwei 18 V Akkus eingesetzt werden.

Entscheidend für die Leistung ist aber nicht nur die Voltanzahl, sondern vor allem die Amperestunden (Ah) des verwendeten Akkus. Durch die kompatiblen Akkusysteme der meisten Hersteller kann eine Kappsäge theoretisch mit dem Akku eines Akkuschraubers betrieben werden. Dass dieser Akku schnell entleert ist und eine gute und kraftvolle Sägeleistung nur von kurzer Dauer ist, versteht sich von selbst. Wenn du das aus deiner Akku-Kappsäge herausholen willst, was wirklich in ihr steckt, sind Akkus mit einer hohen Amperestundenzahl Pflicht.

Nicht selten stehen Akku-Kappsägen in den Kellern oder Garagen von Hobbyhandwerkern, die nur gelegentlich damit arbeiten. Der Ärger ist groß, wenn die Akkus bis zur Nutzung beim nächsten Projekt kaputtgegangen sind. Mit der richtigen Handhabung und Pflege haben Lithium-Ionen-Akkus allerdings eine lange Lebensdauer und sind zuverlässig bei jedem neuen Projekt zur Stelle. Wird das Gerät nur selten genutzt, sollten die Akkus zweimal pro Jahr geladen werden.

Wichtige Kaufkriterien beim Kauf einer Akku-Kappsäge

Die relevanten Kaufkriterien für eine akkubetriebene Kappsäge sind im Wesentlichen dieselben wie die, die für netzbetriebene Geräte gelten. Bei Akku-Kappsägen kommt hinzu, dass der Akku genügend Power haben sollte. Für die meisten Vorhaben reichen Akkus mit 18 Volt und 5,0 Amperestunden oder mehr. In erster Linie muss eine gute Kappsäge hochwertig gearbeitet sein. Massive Teile aus Alu sorgen dafür, dass sich bei der Schnittführung nichts verzieht und auch Schnitte mit vielen Wiederholungen immer sitzen. Damit die Säge der Wahl optimal zum gewünschten Projekt passt, sollte außerdem ein Blick auf diese Eigenschaften geworfen werden:

  • maximale Schnittkapazität
  • Drehzahl
  • Verstellbarkeit von Gehrung und Neigung
  • Details für mehr Arbeitskomfort und Sicherheit

Schnittkapazität

Die Schnittkapazität entscheidet darüber, welche Werkstückgröße in einem Sägedurchgang komplett geteilt werden kann. Die vertikale Schnittkapazität hängt von der Größe des Sägeblatts ab und kann so nicht vergrößert werden. Bei der horizontalen Schnittkapazität ist ebenfalls das Sägeblatt maßgeblich, mit einer Zugfunktion kann diese aber erheblich vergrößert werden. Sollen nur kleine Profile gesägt werden, reicht also ein kleines Sägeblatt bei einer akkubetriebenen Kappsäge ohne Zugfunktion. Geht es darum, Parkett zu sägen, ist eine Zugfunktion sehr komfortabel um eine deutlich höhere Schnittkapazität zur Verfügung zu haben. Die Diele wird in einem Sägedurchgang geteilt und du musst nicht von der Gegenseite neu ansetzen. Vor allem bei Serienschnitten erspart das eine Menge Zeit und Arbeitsschritte.

Drehzahl

Die Drehzahl sollte zu den Materialien passen, die gesägt werden. Optimal sind Modelle mit automatischer Drehzahlanpassung. Auf diese Weise werden die Schnittflächen sauber und die Ränder reißen nicht aus. Beim Kauf sollte auch auf einen eventuellen Drehzahlabfall geachtet werden. Dass es mit beinahe entleerten Akkus zu einem Leistungsabfall kommt, ist normal, während der Belastung beim Sägen sollte die Säge aber gute und stabile Leistungen bringen.

Gehrung und Neigung

Eine Kappsäge mit Zugfunktion ist eine große Erleichterung – ein Modell mit Gehrungs- und Neigungsverstellung ermöglicht es, zahlreiche Schnitte durchzuführen. Die Neigbarkeit des Sägeblatts ist bei vielen Modellen nur einseitig gegeben.

Noch mehr Komfort beim Arbeiten gibt es, wenn das Blatt in beide Richtungen neigbar ist. Werkstücke können so von beiden Seiten bearbeitet werden und müssen nicht gedreht werden. Vor allem bei langen Werkstücken vereinfacht das die Arbeit sehr. Die Gehrung wird über den Drehteller eingestellt. Je größer der Winkelbereich ist, desto größer sind die Schnittvarianz. Viele Top-Kappsägen ermöglichen durch Winkeleinstellungen > 45° in beide Richtungen den so genannten Hinterschnitt.

Arbeitskomfort

Wird die Akku-Kappsäge häufig genutzt, macht sich eine Ausstattung bezahlt, die komfortables Arbeiten ermöglicht. Mit einem Sanftanlauf und einer eingebauten Motorbremse wird das Handling deutlich angenehmer als bei einem Modell, das direkt die volle Laufleistung aufnimmt. Ein Laser ermöglicht die präzise Positionierung der Werkstücke und eine genaue Führung des Werkstücks entlang der Schnittlinie. Mit einer eingebauten LED sind Handwerker unabhängig vom Umgebungslicht, was die Flexibilität einer akkubetriebenen Kappsäge weiter fördert.

Seitliche Auszüge und eine ausreichende Fixiermöglichkeit sind wichtig, wenn hauptsächlich lange Werkstücke gesägt werden sollen. Auf diese Art und Weise hängen Sie nicht durch, sondern werden eben unter das Sägeblatt geführt. Der Bedienkomfort sollte ebenfalls stimmen. Wenn alle bedienbaren Elemente frei zugänglich und leicht zu handhaben sind, macht das Arbeiten mit einer Säge Spaß. Die Skalen für unterschiedliche Winkel sollten ebenfalls gut lesbar sein.

Das Arbeiten mit Kappsägen verursacht Dreck. Es gibt verschiedene Klassen von Absaugsystemen. Zwischen den Basics gibt es auch bessere Angebote, bei denen der Abtransport der Späne und des Staubs effizienter möglich ist.

Akku-Kappsägen im Vergleich

Die beste Akku-Kappsäge lässt sich aufgrund unseres Vergleichs der getesteten Akku-Sägen recht schnell ermitteln. In der nachfolgenden Tabelle sind die wesentlichen technischen Daten und Leistungsmerkmale enthalten.

Kappsäge
Makita DLS211ZUMakita DLS111ZUBosch GCM 800 SJ
Bild
Makita DLS211ZUDLS111ZUBosch GCM 800 SJ
Leistung
2 x 18 V (Akku)2 x 18 V (Akku)1.400 Watt
Leerlaufdrehzahl
4.400 min-14.400 min-15.500 min-1
max. Schnitttiefe (90°)
107 mm91 mm70 mm
max. Schnittbreite (90°)
382 mm310 mm270 mm
Drehteller (Gehrungseinstellung)
-60° bis +60°-60° bis +60°-47° bis +47°
Sägekopf (Neigungswinkel)
-48° bis +48°-48° bis +48°-47° bis +0°
Zugfunktion
jajaja
Sanftanlauf
jajaja
Hinterschnitt
jajaja
Laser / LED
LaserLasernein
Staubabsaugung
jajaja
Gewicht ca.
31,3 kg26,6 - 27,3 kg13,5 kg
Kundenbewertungen

38 Bewertungen

6 Bewertungen

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Unsere Bewertung
9.8 von 109.7 von 109.2 von 10
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